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Der Entwickler und seine Kritikerin


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Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer die Menschen sind, die itslearning machen? Lernen Sie Larisa Romanowa und Mikael Karlsson kennen – zwei der insgesamt 40 Mitarbeiter in der Softwareabteilung von itslearning – und erfahren Sie, wie sie arbeiten.

 

Die gebürtige Russin Larisa Romanowa hat einen Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften und Mathematik von der Staatlichen Universität Perm (Russland). Sie arbeitet als Softwaretesterin. Mikael Karlsson erhielt seinen Masterabschluss in Softwaretechnik an der Swinburne University of Technology in Melbourne (Australien). Der Sohn schwedischer Eltern hat die meiste Zeit seines Lebens in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, gewohnt.

Gründliche Tests

Die Abteilung Softwareentwicklung von itslearning Entwickler und Tester arbeiten in unterschiedlichen Teams, die jeweils für die einzelnen Schritte bei der Softwareentwicklung verantwortlich sind. Larisa und Mikael arbeiten am Hauptsitz von itslearning im norwegischen Bergen, aber die Teammitarbeiter sind über ganz Europa verteilt und arbeiten z. B. in Großbritannien, den Niederlanden oder Russland. Über Skype führen sie täglich Arbeitsbesprechungen durch. Während Mikael dafür zuständig ist, den Softwarecode für itslearning zu schreiben, hat Larissa die Rolle eines Advocatus Diaboli und tut ihr Bestes, um Fehler in Mikaels Arbeit zu finden.

„Ein Tag, an dem ich Larisa nicht sehe, ist für mich ein guter Tag. Denn das bedeutet, dass ich nichts falsch gemacht habe“, sagt Mikael lächelnd.

Die Softwareentwickler sind so etwas wie das Werkstattpersonal von itslearning. Man kann sie sich wie Maurer vorstellen, die vom Architekten Zeichnungen erhalten, nach denen sie ein Haus bauen. Sie erhalten ihre Vorgaben von einer Gruppe von Softwaredesignern, die aufgrund von Benutzerfeedback, neuen Vorschriften für Bildungseinrichtungen und aktuellen Bildungstrends neue Funktionen der Software entwerfen. Nachdem sie diese Entwürfe erhalten haben, setzen die Softwareentwickler die Ideen in Code um, der danach von den Testern auf Herz und Nieren geprüft wird. Wenn die neuen Funktionen alle Tests bestanden haben, wird die fertige Software den Betriebstechnikern übergeben, die sie dann den Benutzern zur Verfügung stellen sowie dafür sorgen, dass itslearning rund um die Uhr problemlos läuft.

Qualität steht im Mittelpunkt

Eine neue Funktion wird erst dann an die Benutzer weitergegeben, wenn sie strenge Tests bestanden hat. Larisa schlüpft in die Rollen der Lehrer und Schüler und bemüht sich, Fehler zu finden. Jedes denkbare Szenario wird durchgespielt und alle Einzelheiten werden gründlich geprüft.

„Auch wenn ich beim Testen mein Bestes gegeben habe und weiß, dass es praktisch unmöglich ist, alle Fehler zu finden, fühle ich mich schon ein bisschen schuldig, wenn ein Softwarefehler bei den Benutzern auftaucht“, sagt Larisa.

Mikael betont, dass sowohl die Entwickler als auch die Tester für die Qualität des endgültigen Produkts verantwortlich sind. Denn selbst wenn die Testergebnisse in Ordnung sind, kann eine schlechte Codierung in der Zukunft Probleme bereiten.

Sowohl Tester als auch Entwickler nutzen ihre Arbeitserfahrungen auch dazu, den Softwaredesignern Vorschläge zu machen, wie man die Funktionen von itslearning weiter verbessern könnte – etwa bei Menüs oder Schaltflächen, die zwar einwandfrei funktionieren, aber noch benutzerfreundlicher gestaltet werden könnten.

itslearning hat gegenwärtig etwa zwei Millionen aktive User. Im letzten Monat allein hat sich fast ein Zehntel der gesamten norwegischen Bevölkerung mindestens einmal bei itslearning angemeldet. Denken die Entwickler bei ihrer Arbeit immer an die große Zahl der Benutzer?

„In gewissem Maße ja, aber so eine riesige Menge kann man sich doch nur schwer vorstellen“, erklärt Mikael. „Man wird schon ein bisschen unruhig bei dem Gedanken, dass ein einziger Fehler Folgen für alle diese Menschen haben kann. Aber gleichzeitig erhöht das auch die Aufmerksamkeit.“

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