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Warum Bremen in der Studie „Schule digital – Länderindikator 2015“ besonders gut abschnitt…


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…wurde den TeilnehmerInnen des itslearning-Nutzertreffens (5./6.11.2015) am Bremer Landesinstitut für Schule praxisnah vor Augen geführt.

Bremen hat die wichtigen Grundlagen für seine Lehrkräfte und Schulen gelegt, um sie in Fragen zur Schul- und Medienentwicklung im digitalen Zeitalter besser begleiten zu können.

Die am vergangenen Donnerstag veröffentlichte, repräsentative Studie aus dem Hause der Telekom Stiftung führt ein Ranking der Bundesländer zum Thema Digitale Bildung basierend auf 42 Fragen durch. Der Dortmunder Bildungsforscher Wilfried Bos interviewte bundesweit 1250 Lehrkräfte zu Nutzungshäufigkeiten, Ausstattung, Konzepten, Chancen sowie Risiken und Kompetenzen. Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz sind demnach an der Spitze (grün), gelb bedeutet im Mittelfeld und rot gekennzeichnete Länder belegen die hinteren Plätze (siehe Bild).

Ausschnitt aus: Schule digital – Länderindikator 2015, Deutsche Telekom Stiftung

Eine zentrale Forderung der Studie lautet außerdem: Keine Ausstattung ohne Konzept!

Einige Spitzenwerte aus Bremen: 

  • Ca. 70% der befragten Bremer Lehrkäfte gaben an, dass die Schule über ein Medienkonzept für den Einsatz des Computers im Unterricht verfügt
  • Der Anteil der Lehrkräfte, die gemeinsam mit KollegInnen computergestützte Unterrichtsstunden entwickeln, ist in Bremen mit ca. 50% besonders hoch.
  • Fast 70% der befragten Lehrkräfte in Bremen stimmten zu, dass bereitgestellte Medieninitiativen hilfreich für die Förderung IT-bezogener Fähigkeiten der Schüler im Unterricht sind.
  • Mit einem Anteil von ca. 82% stimmten Lehrkräfte in Bremen zu, dass die bereitgestellte Internetverbindung ausreichend wäre.
  • Weiterhin seien zu ca. 74% transportable Geräte an den Schulen vorhanden.
  • Ca. 61% gaben an, genügend pädagogische Unterstützung zur Integration von Computern im Unterricht zu erhalten.
  • Bremer Lehrkräfte scheinen tendentiell eher die anspruchsvolleren PC-Kenntnisse der höheren Kompetenzstufen und deren Förderung bei Schülern im Blick zu haben.

Aber: 81,5% aller befragten Lehrkräfte (bundesweit) äußerten sich, dass die erste und zweite Phase der Lehrerausbildung noch viel zu wenig die digitalen Medien berücksichtigte. Besonders gefreut hat uns auf dem Nutzertreffen deshalb das Zustandekommen eines separaten Forums für die Lehrerbildung, in dem Praktiker aus z.B. Studienseminaren und der Lehrerfortbildung zusammenkamen.

Schulentwicklung in einer digitalisierten Welt

Auf dem itslearning Nutzertreffen begegneten sich Anfänger, Fortgeschrittene sowie Interessierte an der webbasierten Lernplattform, um sich über Schulentwicklung in einer digitalisierten Welt auszutauschen und , um einen aktiven Beitrag über eigene Erfahrungen zu leisten.

In Bremen wird EINE Lernplattform für ALLE Handlungsfelder (siehe Bild) angestrebt, um Synergien zu erzeugen.

Genese, Implementation, Diffusion der Lernplattform für ALLE

Wir haben die Eröffnungsrede des Nutzertreffens von Dr. Rainer Ballnus (Leitung Zentrum für Medien am LIS Bremen) für Sie aufgezeichnet. Hier erklärt er die Hintergründe und Vorgehensweise bei der Bereitstellung einer gemeinsamen Lerninfrastruktur „für alle“, die aus Sicht des Schulträgers relevant sind. Dauer: ca. 30 Minuten.

Der Bremer Medienentwicklungsplan des Landesinstituts für Schule besteht aus drei wesentlichen Säulen:

  • der WLAN-Ausstattung,
  • der Ermöglichung und Umsetzung von BYOD,
  • sowie das dadurch notwendig werdende Arbeiten und Lernen auf einer einheitlichen Lernplattform für alle Schulen.

Wie die Studie der Telekomstiftung zeigt, sind in Bremen Medienkonzepte an den Schulen in besonderem Ausmaß vorhanden. Das Zentrum für Medien am LIS besuchte z.B. in den letzten Jahren regelmäßig Schulen um aktiv den Prozess der Medienentwicklung zu begleiten.

„Seitdem hat sich die Beratungsthematik stark verlagert, weg von den rein technischen Fragestellungen hin zu schulentwicklerischen Fragestellungen, berichtet Michael Plehnert vom LIS.

Was machte das Nutzertreffen deutlich?

Das diesjährige itslearning-Nutzertreffen hat auf beeindruckende Weise gezeigt, wie Bremer, Bremerhavener sowie Lehrkräfte und Schulleitungen aus dem gesamten Bundesgebiet gemeinsam an Fragen der Organisationsentwicklung, Kommunikation und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien aktiv arbeiten und wie „digital“ viele Schulen heute schon sind. Folgende Zitate und twitter-feeds geben Ihnen einen Einblick in die vielfältigen vertretenen Themen. Vielen Dank nochamls an alle TeilnehmerInnen und vor allem die ReferentInnen.

Mehr Video-Mitschnitte bald hier verfügbar:

Wir haben noch viele weitere Vorträge und Stimmen des Nutzertreffens eingefangen und werden diese in den nächsten Wochen und Monaten hier veröffentlichen, z.B.:

  • André Sonnenburg, Oberschule Habenhausen: Schulentwicklung systematisch mit Lernplattform betreiben
  • Michael Vallendor, Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg: Start in die nächste Generation – Bring your own device BYOD an Hamburgs Schulen
  • Monika Solvig, Stadt Bergen (Norwegen): How to improve teaching and learning in a school and as a group of schools. A story from the City of Bergen, Norway, active user of itslearning since 2005. 
  • Nils Viken, Vice President International itslearning AS: Teacher Content, Open Educational Resources and Professional Content in one place Examplesfrom Oslo (Norway) and Houston (Texas)
  • Meik Hansen, Referat für IT-Infrastruktur, Senatorin für Kinder und Bildung: Konzept der (pädagogischen) IT-Infrastruktur in Bremen

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Schule digital – Der Länderindikator 2015 (Deutsche Telekom Stiftung)

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