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Was ist ein LMS? Und brauchen wir eins für unsere Schulen?


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Ein Lernmanagementsystem (LMS) – auch oft als Lernplattform bezeichnet, jedoch neuerdings mit Schulcloud oder Bildungscloud verwechselt, bietet Bildungsorganisationen eine schlanke, benutzerfreundliche Online-Umgebung für Lehrkräfte, Schüler*innen, Administrator*innen und Eltern. Es ist ein Ort, an dem Lernlücken identifiziert, Unterrichtspläne erstellt, Materialien und Kurse organisiert und bereitgestellt werden und Leistungsdaten der Schüler*innen bewertet werden, während der Fortschritt der Schüler*innen in Echtzeit verfolgt und begleitet werden kann. Eine LMS-Plattform ist eine Softwareanwendung, die von Universitäten, Hochschulen und Schulen sowie von Unternehmen „zur Organisation und Durchführung von Lernaktivitäten sowie zur Sammlung von Daten aus dem Unterricht“ verwendet wird. (Gartner, 2012)

Schüler'innen mit Lehrkraft
Ein modernes LMS erlaubt flexibles Lernen und stärkt, richtig eingesetzt, die Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schüler*innen.

Der Hauptzweck einer LMS-Lösung – wie itslearning – ist die Verbesserung des Unterrichts und die Förderung des individuellen Lernens. Eine solche Technologie sollte jedoch immer die Bildungsziele, den Kompetenzerwerb und andere Anforderungen einer Bildungseinrichtung unterstützen und nicht umgekehrt. Die Pädagogik mit einer gemeinsamen Vision muss der treibende Faktor für den Einsatz einer solchen Technologie sein. Ein LMS, das die individuellen Bildungsziele voll unterstützt, ermöglicht es Pädagog*innen und Bildungstechnolog*innen, ihre Schüler*innen und Fachkräfte für eine sich verändernde Welt vorzubereiten und somit Karriereerfolge zu initiieren.

Wie kann ein pädagogisches LMS an die Bildugsziele Ihrer Schule(n) angepasst werden?

Für Schulen, Schulträger und Bundesländer ist es wichtig, ein Lehr- und Lernmodell zu entwickeln, das neue Technologien als positiv anerkennt. Bevor mit der Evaluierung und der Entwicklung eines LMS und anderen Tools begonnen wird, muss zuerst Ihre Vision davon, wie Schüler*innen lernen sollen, definiert werden. Wie soll Schule und Unterricht an den vielfältigen Schulen bei Ihnen vor Ort aussehen? Wozu möchten Sie, dass Lehrkräfte und Schüler*innen befähigt sind? Ihre Wahl für ein LMS sollte sich in erster Linie an den gemeinsam definierten Zielen orientieren.

Deshalb ist es wichtig, diese Ziele zu Beginn Ihrer LMS-Recherche zu definieren und Kriterien zur Auswahl eines Lernmanagementsystems festzulegen. Nur so können Sie bestimmen, wie Technologien Lehrkräfte unterstützen sollen, Unterricht effektiver zu gestalten und das Lernen zu individualisieren, um somit bessere Lernergebnisse für Schüler*innen zu erzielen.

Schulen könnten beispielsweise Lernen mit und über Medien mit sozialem und emotionalem Lernen oder dem Lehren und Lernen anhand der „4 K“ – kritisches Denken, Kreativität, Kooperation und Kommunikation kombinieren. Andere Schulen könnten auch Lernansätze wie projektbezogenes Lernen oder Blended Learning in den Fokus rücken. Die Arbeit an einem Dynamischen Curriculum wäre ein weiterer erprobter Ansatz, für eine breitenwirksame Durchdringung und Verankerung in den Fachkonferenzen zu sorgen.

Sobald die Verantwortlichen für Medienentwicklungsplanung und Medienbildungskonzepte sich für einen pädagogischen Ansatz entschieden haben, ist es an der Zeit, mit der Suche nach Möglichkeiten und der Evaluierung angebotener Lösungen zu beginnen und diese zu vergleichen.

Was macht ein LMS in der Schule?

Ein effektives LMS bietet einen konsistenten Rahmen für den Unterricht und für den sichtbaren Fortschritt von Schülerleistungen. Und erfüllt dabei gleichzeitig die Anforderungen an den Datenschutz. Durch die Schaffung einer zentralen Plattform für Kompetenzen, Kurse und Bewertungen ist ein LMS ein wirksames Medium zur Unterstützung und Entwicklung von Schule und Unterricht.

Eines der wesentlichen Elemente, die ein LMS bereitstellt, ist ein effizientes Lehrplanmanagement. Definitionsgemäß besteht dieses dynamische Curriculummanagement in der Auswahl von Lehrplänen und -inhalten. Es umfasst auch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und die Gewährleistung, dass Lehrkräfte die Ausbildung und Unterstützung erhalten, die für die effiziente Bereitstellung von Lehrplänen an Schüler*innen und die Bewertung ihrer Fortschritte und Leistungen erforderlich sind. Flexibilität bei der Veranschaulichung von erworbenen Kompetenzen ist wichtig für das Lehrplanmanagement. Beispielsweise können Schüler*innen ihren Kompetenzerwerb auf verschiedene Weise nachweisen, z.B. durch eine Folienpräsentation, ein Video oder einen Podcast oder durch die Erstellung eines Kunstprojekts. Die Anpassung an die bevorzugte Lernmethode der Lerndenden ist für ein individualisiertes Lernen von entscheidender Bedeutung und nur ein Lernmanagementsystem bietet die Möglichkeit, Schüler*innen an einem zentralen Ort alle diese Möglichkeiten zu eröffnen.

Ein gutes LMS kann auch die Effizienz von Lehrkräften verbessern und ihnen mehr Zeit mit ihren Schüler*innen verschaffen. Mit einem LMS können Lehrkräfte standardisierte Tests erstellen, bereitstellen und automatisiert, teilautomatisiert oder manuell bewerten lassen. Ein effizientes LMS kann auch die Lehrkräfteaus- und Fortbildung in der digitalen Welt unterstützen, indem es den Lehrkräften einen einfachen Zugang zu professionellen Fortbildungsmaterialien von einem einzigen, zentralen Ort aus ermöglicht – dem gleichen Login wie für den Unterricht. Ihr LMS sollte den Lehrkräften auch die Möglichkeit geben, zusammenzuarbeiten, Unterrichtsstunden gemeinsam zu planen und diese zu teilen und sich an anderen Formen des kollegialen Lernens zu beteiligen.

Menschen am Tablet

Was ist bei einem LMS zu beachten?

Ein effizientes LMS wird Arbeitsabläufe für Lehrkräfte und Administrator*innen verschlanken, die beste Lösung sind cloudbasierte Systeme, die die Planung, kompetenzbasierten Unterricht, Bewertungen und Berichte innerhalb einer Plattform vereinen. Man spricht dabei von einem Lernmanagementsystem, das den lernzentrierten Ansatz verfolgt. Im Vergleich zu anderen, teilweise noch zu entwickelnden Systemen wie Schulclouds oder Bildungsclouds wird oft ein nur plattformzentrierter Ansatz verfolgt. Hier sind einige hilfreiche Funktionen, die sicherstellen, dass Sie das Optimum aus einem LMs herausholen und den vollen, lernzentrierten Ansatz schrittweise erreichen können:

  • Ein Single-Sign-On der Lernplattform, die Cloudwerkzeuge von Drittanbietern, einschließlich Google Suite oder Microsoft Office 365, vollständig integriert, statt in mehreren, nicht miteinander verbundenen Systemen und Anwendungen arbeiten zu müssen.
  • Ein gehostetes Portal, das Bildungsprozesse verbindet und verbessert und gleichzeitig die Schüler*innen im Mittelpunkt hält. Ein LMS sollte wichtige Bildungsprozesse von der Planung, der Aktivierung des Unterrichts, der Bewertung, der Reflexion und der Berichte unterstützen und als Einheit verstehen.
  • Kernfunktionen wie Planung, Aufgaben, Kommunikations- und Testwerkzeuge, die auf die individuelle Ziele der Schulen bzw. gültige und teilweise komplexe Lehrpläne abgestimmt sind.
  • Eine 360°-Berichterstattung, die Einblicke in den Kompetenzfortschritt und die Leistungen der Schüler*innen bietet, um den Unterricht anzupassen und Informationen für die weitere Planung einbeziehen zu können.
  • Automatisierung von Routineaufgaben, die die Zeit von Lehrkräften sparen helfen und dazu beitragen können, allen Schüler*innen – auch in großen Gruppen – die gleichen Unterrichtsstandards zu bieten.

Mittlere bis große Schulträger oder die Ministerien oder Landesinstitute der Bundesländer können perspektivisch zusätzlichen Nutzen aus einem professionell bereitgestellten LMS für ihr Bildungssystem ziehen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, die Effektstärke von Lehrkräften im Unterricht zu erhöhen und eine auf Kompetenzen basierende Unterrichtskonsistenz zu schaffen bis hin dazu, über die Leistungen der Schüler auf Einzel-, Gruppen- oder Organisationsebene anonymisiert zu berichten. Dies sind Möglichkeiten, die heute technisch bereits im LMS vorhanden sind und jederzeit mit einer Strategie und Legitimation sofort umgesetzt werden können. Die Integration all dieser Elemente in einer zentralen Bildungsplattform kann also auch die datengesteuerte Entscheidungsfindung erleichtern und somit ein zentrales Element für die Qualitätssicherung darstellen.

Schüler arbeiten zusammen am Tisch mit Notebook

Zu erwartende Effekte eines Schul-LMS

Es ist wichtig zu verstehen, dass das LMS für Bildungseinrichtungen nicht nur ein weiteres Stück Software ist, das Lehrkräfte bedienen lernen müssen. Es kann gleichzeit auch als EdTech-Hub, also als ein Dreh- und Angelpunkt in der Lehrkräfteaus- und Fortbildung dienen, so dass Lehrkräfte von dieser zentralen Plattform mehr über die didaktische Anwendung des Systems lernen können. Durch Zeitersparnis und Effizienzsteigerung sowie neue, für Schulen passgenau Fortbildunglösungen können Lehrkräfte effektiver das tun, was sie am besten können: unterrichten.

Ein LMS kann den meisten Ihrer bildungstechnischen Dienstleistungen und Werkzeuge ein Zuhause bieten und als zentraler Zugriffspunkt der Nutzer*innen der zentrale Einstieg mit Zugang auf alle anderen Angebote sein. Hier sind einige der Auswirkungen, die Sie von einem LMS für den Bildungsbereich erwarten können:

Lehrkräfteeffizienz: Sowohl die Lehrplan- als auch die Inhaltsverwaltungsfunktionen erhöhen die Effizienz von Lehrkräften, indem sie Doppelarbeit beim Wechsel von einem nicht verbundenen Lernprogramm zu einem anderen eliminieren und ganz gezielt die Zusammenarbeit an Curriculum-Themen fördern.

Lehrplankonsistenz: Die Anpassung an Kompetenzen, Unterrichtspläne und Lernmaterialien hilft Lehrkräften, eine konsistente, qualitativ hochwertige Lernumgebung für alle Schüler*innen zu schaffen, die die Chancengleichheit und den Zugang verbessert. Wir sprechen dabei umgangsprachlich auch von der „Handschrift“ einer Schule sowie des lokalen Schulsystems oder des Schulträgers.

Datengestützte Entscheidungsfindung: Ein solides Berichtssystem stellt die Verbindung zwischen Bewertung und Erfolg des Unterrichts her, während sich die Schüler*innen in ihren Kompetenzen weiterentwickeln. Diese Funktionalität unterstützt individualisierte Lernstrategien für alle Lernenden und bietet einen echten Einblick in den Kompetenzfortschritt, um Lernerfolge systematisch zu erreichen und diese nicht dem Zufall zu überlassen. Nicht nur Lehrkräfte können auf Auswertungen für ihre Klasse zugreifen sondern auch Fachkonferenzen erhalten die Möglichkeit, gemeinsam und klassenübergreifend ihren weiteren Unterricht qualitativ zu steuern.

Unterrichtseffektivität: Die Nutzung des LMS in der Lehkräfteraus- und Fortbildung, besonders was Blended Learning-Methoden betrifft, fördert die Implementierung des LMS und die Akzeptanz der Plattform durch die Lehrkräfte. Eine höhere Akzeptanz durch die Lehrkräfte führt zu einer größeren Unterrichtseffektivität und zu mehr Motivation, da Lehrkräfte handlungsorientiert lernen, differenzierten Unterricht und individualisierte Lernangebote für ihre Schüler*innen über das LMS systematisch anzuwenden.

Aktivierung von Schüler*innen: Die stärkere Aktivierung der Lernenden und die Förderung der aktiven Teilnahme an ihren Kursen kann die Motivation erheblich steigern. Tipp: Lernen Sie in diesem Leitfaden neue Wege kennen, den Grad der Schüler*innenaktivierung zu erhöhen.

Zusammenarbeit: Die Kommunikationswerkzeuge innerhalb der Plattform ermöglichen es Lehrkräften und Schüler*innen, zusammenzuarbeiten. Sie bieten zusätzliche Möglichkeiten, Feedback zu erhalten und zu geben, z.B. mit Hilfe der in der Plattform vorhandenen Peer-Assessment-Funktion und weiteren darauf ausgelegten didaktischen Werkzeugen, die helfen, ein LMS anstatt lehrerzentriert für mehr individualisierte Lernzeiten einzusetzen.

Die Liste von zu erwartenden Effekten kann mit weiteren Erfahrungswerten erweitert werden, entscheidend ist, welche Vision und welche Strategie bei Ihnen die Ausgangslage ist?

Wie wählen Sie das richtige LMS für Ihre Schulen aus?

Sobald eine gemeinsame Vision für ein angestrebtes Bildungs- und Lernkonzept vorliegt, die zu unterstützenden Unterrichts- und Lerninhalte festgelegt und die Weiterbildungsmaßnahmen definiert sind, die die Lehrkräfte nutzen sollen, ist es an der Zeit, das für dieses Konzept am besten geeignete LMS für Ihre Einrichtung auszuwählen.

Es ist wichtig, dass die LMS-Software interoperabel ist – d.h. sie integriert und kommuniziert mit anderen Softwaresystemen wie dem Schulverwaltungssystem und dem Identitätsmanagementsystem (IDM) und weiteren Softwarediensten. Der Trend geht weg von Silosystemen, da die Arbeit aller Nutzer*innen viel effizienter ist, wenn die Systeme miteinander kommunizieren können. Die meiste Software ist heutzutage cloudbasiert, was die Bereitstellung und Implementierung vereinfacht. Ein gutes LMS trägt zu einem harmonischen digitalen Ökosystem bei und vereinfacht die Interaktion von Benutzer*innen und Mitarbeiter*innen des IT-Supports.

Wann immer möglich, sollten Vertreter*innen aller Interessengruppen in den Prozess der Bedarfsermittlung und der Überprüfung potenzieller LMS-Technologien einbezogen werden. Es ist besonders wichtig, dass auch geplante lokale Admins und Multiplikator*innen einbezogen werden, da sie die Hauptnutzer*innen des LMS sein werden. Es wird die Einführung und Umsetzung beschleunigen, wenn diese Personengruppen und Lehrkräfte in den Entscheidungsprozess einbezogen wurden. Prüfen Sie die folgenden Kriterien, um festzustellen, ob das zu überprüfende LMS die in diesem Artikel besprochenen empfohlenen Funktionen aufweist.

Die Implementierung des richtigen LMS ist eine große Chance, Schule und Unterricht in Ihrem System von Schulen nachhaltig zu verändern.

Kriterien zur Bewertung eines Schul-LMS

  • Passt sich den Bildungs- und Lehrplanzielen an.
  • Hilft die Qualität von Schule und Unterricht zu verbessern, indem auf Standards basierende Unterrichtspläne, Materialien und Bewertungen in einem zentralisierten System zusammengebracht werden.
  • Zentralisiert und dynamisiert die Lehrplanverwaltung für alle Beteiligten.
  • Bietet den Lehrkräften die Flexibilität, es sich an ihren persönlichen Unterrichtsstil anzupassen.
  • Unterstützt einen differenzierten Unterricht und individualisiertes Lernen.
  • Erleichtert die Zusammenarbeit und Kommunikation.
  • Verfügt über eine solide Berichtsfunktion auf Einzel-, Gruppen- und Organisationsebene, die einen Einblick in Lernstände und Lernwege der Schüler*innen ermöglicht.
  • Ermöglicht es Lehrkräften, smarter statt härter zu arbeiten.
  • Ist einfach zu bedienen, intuitiv und transparent für alle Beteiligten einschließlich der Administrator*innen, Lehrkräfte, Schüler*innen und ggf. Erziehungsberechtigten.
  • Kann mit den besten verfügbaren Cloudanwendungen und bestehenden Programmen in der Organisation integriert werden.
  • Schützt die personenbezogenen Daten der Nutzer*innen. Hier erfahren Sie mehr über die EU-DSGVO-Konformität von itslearning.
  • Skaliert, wenn Ihr Schulsystem wächst und sich die Lernbedürfnisse ändern.

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Download: Wie Schulträger das richtige LMS auswählen – Eine Entscheidungshilfe mit strukturierter Anleitung und Zeitplanungsraster

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So wählen Sie das beste LMS für Ihre Schule(n)


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